GWF Gas Energie

Studie belegt Kosteneinsparung für die Energiewende durch Nutzung der Gasinfrastruktur

Die Nutzung der bestehenden Gasinfrastruktur in Deutschland in Kombination mit klimaneutral erzeugtem grünem Gas macht das Erreichen der Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2050 deutlich wahrscheinlicher. Und günstiger: Rund € 12 Mrd. können um 2050 jährlich eingespart werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Der Wert der Gasinfrastruktur für die Energiewende in Deutschland“, die von Wissenschaftlern und Experten mehrerer Consulting-Unternehmen unter Leitung der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Frontier Economics erstellt wurde.

„Die Energiewende wird nur dann ein Erfolg, wenn wir hierfür auch die bereits existierende Gasinfrastruktur in Verbindung mit grünem Gas nutzen. Neben Technologieoffenheit ist der Kostenfaktor entscheidend. Die heute vorgestellte Studie beweist eindrücklich, dass die ambitionierten Klimaschutzziele einer nahezu vollständig dekarbonisierten Volkswirtschaft in 2050 sich durch diese Kombination erreichen lassen – und zwar deutlich kostengünstiger“, betont Ralph Bahke, Vorsitzender der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber, FNB Gas e.V., in deren Auftrag die Studie erstellt wurde. Grünes Gas ist insbesondere Gas, das in Power-to-Gas-Anlagen durch die Nutzung von Windstrom klimaneutral erzeugt wird. In Kombination mit der Gasinfrastruktur steht zum einen eine effiziente Speichermöglichkeit für klimaneutrale Energie zur Verfügung, zum anderen wird die Energiewende im Wärmesektor vorangebracht. „Mit den Ergebnissen der Studie wollen wir Bundesregierung, Parlament und Ministerien belastbare Ergebnisse für die Gestaltung der zukünftigen Energiepolitik an die Hand geben. Die Studie belegt den Wert der vorhandenen Gasinfrastruktur für die Erreichung des von der Bundesregierung für 2050 festgelegten maximalen CO2-Reduktionszieles von 95 % “, sagt Inga Posch, Geschäftsführerin des FNB Gas.

Eine weitere Auswirkung, wenn auf die bestehenden Gasnetze gesetzt wird: Der über den bisher ermittelten Stromnetzausbaubedarf für das Übertragungsnetz bis 2035 hinausgehende sowie der notwendige Ausbaubedarf für das Verteilnetz können reduziert werden. „Das reduziert nicht nur die Kosten der Energiewende, sondern erhöht zugleich die gesellschaftliche Akzeptanz“, sagt Bahke. Die Einbeziehung der Gasnetze in Kombination mit grünem Gas in die Energiewende ist zudem eine Fortführung der bereits begonnenen intelligenten Sektorenkopplung. Die Sektorenkopplung bezeichnet die Vernetzung aller Sektoren - Verkehr, Wärme, Strom und Industrie - über die Energieinfrastrukturen.

Folgende Unternehmen und Institute waren an der Erstellung der Studie beteiligt: Frontier Economics Ltd., IAEW, FourManagement GmbH sowie EMCEL GmbH.

Die Studie ist auf www.fnb-gas.de einsehbar.

(Quelle: Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V.)

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